Der kostenlose GAS-Tarifrechner
Die Gaspreise
Neben explodierenden Benzin- und Strompreisen haben auch die Gasversorgungsgesellschaften in den letzten Monaten kräftig Ihre Preise angehoben. Schon Anfang diesen Monats haben über hundert Gasversorger ihre Gastarife erhöht und weitere 90 haben angekündigt nachzuziehen.
Zum Teil haben Kunden einiger Großversorger es mit schier unzumutbaren Preiserhöhungen von bis zu 24 Prozent zu tun. Umgerechnet sind das jährliche Mehrausgaben von bis zu 300 Euro.
Der drastische Preisanstieg beim ehemaligen Monopolisten des Großbreichs Hamburgs, E.ON Hanse, ist aus Sicht der Verbraucherzentrale sogar kartellrechtswidrig, da die Berufung des Unternehmens auf die gestiegenem Beschaffungskosten nicht stichhaltig sind. Die Verbraucherzentrale ruft betroffene Kunden dazu auf, die Erhöhungen nicht hinzunehmen und den alten Gaspreis zu zahlen. Und zwar so lange, wie das Unternehmen die Erhöhungen nicht nachprüfbar gemacht hat.
Die Erdgas Preise sind bei den Stadtwerken Lübeck mit 24 Prozent mit am stärksten angestiegen. Aber auch die GLG Gifhorn und das LSW Wolfsburg liegen mit einer Preiserhöhung von über 20 Prozent unter den Unternehmen mit den größten Preissteigerungen ganz vorne. Dicht gefolgt von den Stadtwerken Münster mit einer Gaspreiserhöhung von 20,3 Prozent. Auch die Gemeindewerke Haßloch haben ihre Preise mit 19,5 Prozent deutlich angezogen.
Gaspreisentwicklung
Die Gaspreisentwicklung der letzten Monate gibt nicht nur Gaskunden Anlass zur Sorge, auch Verbraucherzentralen und Politiker sind beunruhigt über die aktuellen Entwicklungen. Dass die Preise für Gas sich so stark erhöht haben, hängt mit der Ölpreisbindung zusammen. Somit steigt der Gaspreis kongruent zum Ölpreisanstieg. Die Ölpreisbindung diente ursprünglich der Investitionssicherung und der Förderung von Erdgas. Doch mittlerweile können sich Gaskonzerne auf dieses Argument nicht mehr berufen, weshalb sich viele Politiker auch für eine Entkopplung des Gaspreises vom Erdölpreis aussprechen.
Doch wie sieht die Gaspreisentwicklung der nächsten Monate bzw. der nächsten Jahre aus?
In Bezug auf diese Frage sind sich Experten und Politiker noch uneins:
Einige gehen davon aus, dass dies erst der Anfang einer neuen Teuerungswelle ist und weitere Preisanstiege von bis zu 40 Prozent zu erwarten sind. Andere warnen wiederum vor Panikmache und nennen eine 20 prozentige Preissteigerung für den Herbst als maximale Obergrenze.